Die kleine Gruppe an Auswärtsfans, inklusive des Schreiberlings, waren nach diesen 60 Minuten durchaus konsterniert. Eine Niederlage, angesichts dieser Leistung des TBSV am Ende durchaus verdient, aber auch mit einigen Faktoren, die einen bitteren Beigeschmack hatten.
TBSV Neugersdorf, angereist mit insgesamt 12 Aktiven, doch musste man auf Oliver, Finn, Paul, Konrad und Philipp verzichten. Dafür konnte man „Willi“ Kayser und Martin Seeliger, sowie Toni Schwarzberg aufbieten, und auch die Stanke-Brüder reisten direkt von der Ski-Piste aus nach Görlitz. Gegen einen Gegner, der im Hinspiel absolut keine Probleme machte, aber dennoch nicht zu unterschätzten war.













Probleme ins Spiel zu finden hatte man zuletzt immer wieder mal, doch dieses Mal fand der TBSV bis zur Pause überhaupt nicht ins Spiel. Knackpunkt Nummer Eins, die Görlitzer bauten auf Ihre sehr lang ausgespielten Positions-Angriffe. Das forderte viel Geduld, Konzentration und auch mal nötige Physis. War soweit voll in Ordnung, aber zu viele kleinere Lücken oder unangenehme Rückraumwürfe fanden den Weg ins Tor. In der eigenen Offensive fehlte dem TBSV dagegen irgendwie das nötige Tempo, die Bewegung und der richtige Abstand zu der Abwehr. Man dachte als Zuschauer zunehmend, wann löst da mal einer die Bremse. Dazu kamen ein paar unverständliche Bestrafungen für Neugersdorf, und Ballverluste, die den Gastgebern einfachste Torchancen ermöglichten. Es war zwar knapp, und man kam dank starker Paraden von Stefan und zwei einfachen Toren von Tim endlich mal wieder zum Ausgleich. Doch irgendwie war das noch nicht das Richtige. Mit einem Tor Rückstand ging es in die Pause. 13:12.
Wurden die richtigen Worte gefunden, um dem Team mal zu verdeutlichen, dass man nun mal gern einen ordentlichen Handball auf die Platte bringen durfte?
Allerdings kann man vorwegnehmen, dass es weiterhin nicht optimal lief an diesem frühen Abend. Der Einzige, der dank starker Paraden, das Spiel offenhielt, war Stefan. Denn die Ausbeute im Angriff war von der 32. bis zur 43. Minute unfassbar mies. 1 Tor erzielte Neugersdorf, und Görlitz dagegen fünf. Auch eine zwischenzeitliche Auszeit verhinderte nicht, dass sich ein Rückstand von 6 Toren entwickelte. Man wollte Lösungen finden, doch es war weiterhin kein klarer Spielfluss zu erkennen. Und die Görlitzer nahmen jeden Fehler dankend an. Kurz vor Beginn der Schlussphase hatte man endlich mal einen Aufschwung zu verzeichnen, wo das Tempo stimmte und man die Abwehr besser stellte. 3 Tore in Folge brachten sogar den Anschlusstreffer. Es keimte eine leichte Hoffnung auf. Leider wurde diese gleich wieder getrübt. Erst bekam Martin eine unverständliche Zeitstrafe, dann wurde Johannes im Konter sehr rüde gestoppt und hatte kurz mal die Schulter ausgekugelt (folglich klar Rot für den Görlitzer). Tim konnte dann tatsächlich per Strafwurf den Ausgleich (21:21) erzielen. Anfangs der letzten 5 Minuten gab es eine weitere Zeitstrafe für den TBSV, Tom hielt wohl den Abstand beim Freiwurf nicht ein, sowas wäre auch per Ermahnung zu klären gewesen, das brachte auch auf der Neugersdorfer Bank keine gute Stimmung.
Alles gipfelte im Treffer zum 22:21, wobei der Görlitzer deutlich mehr als die erlaubten 3 Schritte machte. Eine 2. TBSV-Auszeit sollte inhaltlich auf die letzten Minuten vorbereiten. Leider hatte man gegen den zwischenzeitlich eingewechselten zweiten Torhüter der Görlitzer nicht die optimale Wurfauswahl in den letzten Angriffen. Dazu hatte Tim beim Strafwurf angeblich den Ball zu lang in der Hand, Abwurf Görlitz, Gegentor. In der Schlussminute passierte nichts mehr. Görlitz musste nicht zwingend angreifen, behielt aber clever den Ball, solange es ging, und dann war es vorbei. 24:21-Niederlage.
Das war einfach keine gute Leistung des TBSV. Eine ganz kurze Sequenz wo man das Spiel tatsächlich hätte drehen können, war zu wenig. Einzig Stefan im Tor hatte annähernd Normalleistung, und ein durchaus nervenstarker Tim auf Außen (und beim Strafwurf). Sonst war es eine Aneinanderreihung von nicht den allerbesten Entscheidungen beim Torabschluss oder auch Spielaufbau. Und auch die Abwehr war nicht so sattelfest wie gewohnt. War es das nervige lange Angriffs-Spiel der Görlitzer? Oder ließ man sich doch zu sehr von einer teils fragwürdigen Spielleitung der Unparteiischen beeinflussen? Das wissen letztendlich nur die Aktiven und Trainer. Punkte wären schmeichelhaft, aber möglich gewesen. Aber nun gut, diese Leistung abhaken, und mit Blick auf das nächste Heimspiel gut trainieren und sich dann gegen die nächsten Görlitzer (KOWEG 2. / Junior-Team) rehabilitieren.
Es waren aktiv: T. Schwarzberg (Tor)
St. Twork (Tor)
J. Franze 1
A. Bayer 4
W. Kayser
N. Düring 2
U. Isenschmied 1
M. Seeliger 1
M. Komassa
T. Trodler 3
E. Stanke 1
T. Stanke 8/3
Bank: M. Bastisch, Th. Bruckmann-Klippel, O. Krannich




