Nach der vielmals betitelten Zitterpartie der Vorwoche in Zittau, wollten sich die TBSV-Frauen dieses Mal wieder souveräner präsentieren. Dabei konnte man wieder auf die Torgefahr von Leonie zurückgreifen, und hatte auch sonst einen starken Kader beisammen. Und so konnte es gegen die KOWEG-Frauen, die auf Platz 7 liegend, ins Oberland reisten und Ihr Bestes geben wollten.

































Mit mächtig Spieltempo startete die Partie rasant. Man zeigte im Ballvortrag viel Sicherheit und konnte schnelle erste Tore erzielen. In der Abwehr konnte man anfangs vor allem auf Anne im Tor bauen, die mehrmals stark parierte. Bei 8:4 wollte Görlitz die Torejagd des TBSV unterbrechen, und nahm eine Auszeit. Schon auch die erste Chance für die Trainer Sohr/Prange, ein paar kleinere Korrekturen vorzunehmen, und vor allem die bessere Chancenverwertung anzumahnen.
In den folgenden Spielminuten war es bei stetigen 6 Toren Vorsprung, auch defensiv eine sich immer verbessernde Leistung des TBSV. Man war gut auf den Beinen, packte im richtigen Moment zu und stellte die Görlitzerinnen vor einige Probleme. Die aus Ballgewinnen resultierenden Gegenstöße wurden zwar nicht vollends in Tore umgewandelt, worunter die Quote etwas litt, dennoch hielt man das Tempo bis zur Pause hoch und ging mit einem klaren 15:9 in die Kabine.
Auch der Torhüterinnen-Wechsel vor der Pause rentierte sich, denn Leni parierte teils freie Würfe und trug Ihren Teil zur tollen Defensivarbeit bei. Nur 9 Gegentore waren der Beweis.
Die Quote / Effizienz steigern, und etwas mehr Konzentration in den Bereichen Spielaufbau und Wurfauswahl waren Punkte auf der Agenda in Halbzeit Zwei.
Unerwartet eindrucksvoll kamen die TBSV-Frauen aus der Pause und überrollten die Gäste mit einem 4:0-Lauf (19:9) und erhöhte den Vorsprung auf 10 Tore. Wäre zu schön gewesen, wäre es so weiter gegangen, aber dann folgte eine kleine künstlerische Pause und den Görlitzerinnen gelangen, dank starker Einzelaktionen ein paar zu einfache Tore. Zwar war Leni weiterhin ein starker Rückhalt, aber mit ein paar Lücken zu viel, war eben nicht alles zu parieren. Die Bank ließ ein paar Wechsel folgen, und vertraute auf die Eigenverantwortung der auf der Platte aktiven Spielerinnen, um das Spiel nun entscheidend auf der Siegerstraße zu halten. Zwar ließ man immer wieder beste Chancen liegen, auch weil die gegnerische Torhüterin stark war, doch dank der schnellen Gegenstoßtore die aus immer wieder erkämpften Bällen folgten, geriet das Ziel nie aus den Augen. Görlitz nahm nochmal eine Auszeit, und wenig später legte auch die Neugersdorfer Bank die grüne Karte. Doch das waren lediglich kurze Pausen um etwas Luft zu schnappen und das jeweilige Team auf die Schlussphase einzustimmen. In diesen letzten Minuten gab es keine spielentscheidende Aktionen mehr. Anne Hoffmann kam nochmal zurück ins Tor, und steigerte sofort Ihre Fangquote. Die Effizienz im Angriff konnte insgesamt aber nicht deutlich verbessert werden, man warf häufig aufs Tor, aber vergab zuviel. Wohl einer der wenigen Makel in dieser Partie. Bezüglich der Tore-Anzahl, konnte Katharina Rothenburger Ihre individuelle Leistung mit dem 100. Saisontor, und auch folgend mit noch zwei weiteren Toren, krönen. Ein am Ende souveräner 34:23-Sieg konnte eingefahren werden.
Offensiv-Power und eine starke Defensive, inklusive hervorragendem Torfrauen-Duo, waren Basis für den 11. Saisonsieg. Auch das man sich in einer kurzen Phase wo es nicht ganz flüssig lief, selbst wieder in die Spur brachte und das Spiel wieder deutlich beherrschte, war ein Zeichen positiver Mentalität und sorgte für diese mannschaftlich geschlossene Leistung.
Kommenden Sonntag geht’s zur Reserve des VfB Bischofswerda. Da muss man eine ähnliche Leistung aufbieten, bis dahin gute Regeneration !
TBSV spielte mit: Anne Hoffmann (Tor)
L. Krannich (Tor)
K. Penter 4
K. Rothenburger 8
M. Bretschneider 6/1
L. Schulz 9
M. Thomas
R. Fügner 1
A. Wünsche 3
E. Schröder 1/1
P. Bürger
H. Barth
D. Franze
C. Fensch
Bank: A. Prange
S. Sohr
H. Klemm
D. Förster





