Man kann vorweg nehmen, nach der „Schmach“ von Bautzen, machten es die TBSV-Frauen dem Gegner sehr schwer, die vorzeitige Meisterschaft klar zu machen. Eine absolute Leistungssteigerung war zu vernehmen. Die Zuschauer bekamen eine temporeiche, physisch intensive und spannende Partie geboten.



















Temporeich, engagiert und mit einer guten mentalen Einstellung schenkten sich die Mannschaften nichts. Es war klar zu sehen, das es das Top-Spiel 1. gegen 2. war. Wenn man noch an die Vorwoche zurück dachte, war man allerdings überrascht, wie stark Neugersdorf agierte. Die TBSV-Frauen konnten sich sogar 2-Tore-Führungen heraus arbeiten, doch bis zur Pause gelang es den Gästen immer wieder das nötige Quentchen, bzw. die nötige Lücke zu finden um auszugleichen. Ein leistungsgemäßes Remis zur Pause war daher entsprechend (16:16).
Für die 2. Halbzeit hieß es nun das Level zu halten, denn die ersten Minuten der 2. Halbzeit könnten sich spielentscheidend auswirken.
Es blieb allerdings sehr spannend. Und geprägt von Spannung, sich abwechselnden Spielständen und weiterhin viel Physis kämpften beide Mannschaften um jeden Ball. Auch ein paar wilde Ballwechsel mit einigen Fehlern ließen keine vorzeitige Entscheidung folgen. Allerdings waren die Radebergerinnen immer einen kleinen Schritt voraus, und führten mit 1-2 Toren. Joanne und die Abwehr standen mit Paraden und viel Defensiv-Arbeit so gut es ging dagegen, aber die Gegentore fielen trotzdem. Aber die TBSV-Offensive konnte immer wieder sehenswerte und wichtige Tore erzielen. Nach dem Ausgleich (25:25) und der erneuten Führund der Gäste, gelang es leider gut 5 Minuten nicht, abermals auszugleichen. In dieser Phase ließ man wohl kräftemäßig zu viel liegen und das 26:29, war nach überstandenen Unterzahl-Situationen, wohl doch die Vorentscheidung zu Gunsten der Radebergerinnen. Marcela verkürzte per Strafwurf nochmal (27:29) Doch die letzte Auszeit des RSV, eine etwas ungestüme Abwehraktion von Corina, die leider Rot zur Folge hatte, und ein letzter Defensiv-Kampf brachte keine Veränderung mehr. Schon bereit für den finalen Jubel standen die Gäste alle an der Bank. Leni im Tor konnte sich mit einem gehaltenen Siebenmeter auszeichnen, doch der Sieg ging an Radeberg. Die Entscheidung war gefallen, der Radeberger SV 2. sicherte sich mit diesem Sieg vorzeitig die Regionsoberliga-Meisterschaft, was lautstark zu vernehmen war. Gratulation in die Bierstadt.
Die Partie war richtig sehenswert, spannend bis zum Ende. Nochmal mussten die Radebergerinnen einiges an Anstrengungen aufwenden, doch waren Sie am Ende ein bisschen abgezockter. Daher ging der Sieg, und auch die Meisterschaft völlig in Ordnung. Hatte sich Neugersdorf ja mit diversen Leistungen selbst ein Bein gestellt. Jetzt heißt es noch in drei verbleibenden Spielen das Optimum heraus zu holen, und ohne weitere Verletzungen die Saison als Vize-Meister abzuschließen. Was im Premieren-Jahr des Trainer-Duo’s und der teils stark veränderten Mannschaft, ein tolles Ergebnis sein wird. Für Katharina Rothenburger ist ja auch noch die „Torjäger-Kanone“ noch möglich, also Visier scharf stellen für die letzten Partien.
TBSV spielte mit: J. Halahija (Tor)
L. Krannich (Tor)
K. Penter 5
K. Rothenburger 6/3
M. Bretschneider 6/2
M. Thomas 1
R. Fügner 3
A. Wünsche 5
E. Schröder 1
C. Fentsch
H. Barth 1
Bank: A. Prange
S. Sohr
D. Förster
L. Schulz
A. Hoffmann




