An diesem trüben Sonntag-Morgen machte sich eine ersatzgeschwächte TBSV-Mannschaft auf, in Richtung Bischofswerda, um die nächsten Punkte einzufahren. Der 12 Uhr-Anwurf war aber wohl kein gutes Omen.
Und so kann ich, mit Erlaubnis der Trainerin Aline, den Report der 1. Halbzeit drastisch einkürzen.
30 Minuten mit Fehlern in allen Bereichen führte zu einem 16:11-Pausenstand. Lediglich Kim Penter (5 Tore) und Joanne (6 Paraden, davon 2 Strafwürfe) im Tor hatten sowas wie Normalform.
Also musste eine deutliche Kabinen-Predigt folgen.






Und die half wohl wahrlich Wunder. Eine 1:5-Serie zu Beginn der 2. Halbzeit brachte die Hoffnung, auf Punkte, zurück ins Spiel des TBSV. Aus einer stabilen agierenden Abwehr und wichtigen Paraden von Joanne kam man in nur 5 Minuten auf 17:16 heran. Leider nahm der Bischofswerdaer Trainer, für sein Team, zum richtigen Zeitpunkt die Auszeit. Denn anschließend kassierte man wieder zu einfache Gegentore (21:17). Mit viel mehr Biss kamen die TBSV-Frauen aber noch einmal zurück, und konnten nach Ballgewinnen nun sogar den Ausgleich (22:22, 23:23) erzielen. Doch es gelang keine Wende, immer wieder nutzten die Gastgeberinnen die entstandenen Lücken und machten drei Tore in Folge. Zudem waren deren Aktionen in die Tiefe der TBSV-Abwehr nur auf Kosten eines Fouls und folgender Zeitstrafe zu unterbinden. Es wurde gekämpft, pariert und abgewehrt, was möglich war. Doch nach dem 27:25 des TBSV, landete wieder die Grüne Karte seitens der Bischofswerdaer beim Kampfgericht. Letztes Aufbäumen abermals unterbrochen. Weitere zwei Gegentore und vier Tore Rückstand nahmen den Neugersdorferinnen den letzten Wind aus den Segeln. Ein paar überhastete Aktionen im Aufbauspiel besiegelten die Niederlage. Mit 30:27 ging der Sieg an Bischofswerda.
Leistunsmäßig war der Kredit für die 2. Halbzeit zu hoch, und man kam nicht über das Remis hinaus. Sprich man konnte den Bock nicht umschmeißen. Eine starke Leistung von Marcela, oder auch der kränklichen Alin, und den schon genannten Kim und natürlich Joanne (insgesamt 16 Paraden) im Tor, bügelte die vielen Fehler und vergebenen Chancen nicht aus. Eine Niederlage die man sich klar selbst eingebrockt hatte, denn die Gegnerinnen waren insgesamt cleverer und nutzten rigoros die TBSV-Fehler aus.
Nun hat man eine kurze Pause, und kann sich dann überlegen wie man das nächste Spiel angehen möchte, welches rein personell dann wohl eine weitere Prüfung darstellen wird.
TBSV spielte mit: J. Halahija (Tor)
L. Krannich(Tor)
K. Penter 5
K. Rothenburger 1
M. Bretschneider 8/1
C. Fensch 3/1
M. Thomas
R. Fügner 3
E. Schröder
D. Franze 2
A. Wünsche 5
Bank: A. Prange, S. Sohr, Anne Hoffmann





